Am 20.06.2013 erhielt die beienröder Feuerwehr eine Alamierung zur Unterstützung der BF Göttingen. Im UMG kamm es zu einem enormen Wasserschaden bei dem Spezialpumpen zum Einsatz gekommen sind. Neben der BF Göttingen waren unteranderem auch Kräfte aus Hannover und Braunschweig vor Ort.

 

 
  • Artikel publiziert am: 21.06.2013 - 06.56 Uhr
    Artikel gedruckt am: 21.06.2013 - 13.26 Uhr
    Quelle: http://www.hna.de/lokales/goettingen/grosseinsatz-goettinger-universitaetsklinikum-2967244.html
Über 120 Kräfte im Einsatz

Großeinsatz am Göttinger Universitätsklinikum

Göttingen. Ein enormer Wasserschaden sorgte am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag zu einem Großeinsatz am Göttinger Universitätsklinikum. Um 17.57 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein. Ausgelöst hatte ihn der Notfallmanager der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

© Rampfel

Alle vier Pumpen des Pumpwerks der UMG waren ausgefallen, das Wasser stand bereits acht Meter in dem tiefen Schacht im Pumpgebäude und stieg rasch weiter. Im Pumpwerk direkt zwischen Bettenhaus 1 und dem Klinik-Teich sammelt sich das gesamte Abwasser aus dem Universitätsklinikum sowie das Oberflächenwasser aus sämtlichen Zuläufen in der Umgebung.

Zunächst rückte nur die Feuerwache Klinikum an. „Wir haben dann sehr schnell festgestellt, dass unsere Kräfte nicht ausreichen“, sagt Frank Gloth, Pressesprecher der Göttinger Berufsfeuerwehr und Leiter der Feuerwache Klinikum, am Abend. „Nachalarmiert wurden dann weitere Feuerwehren mit Spezialausrüstung.

Vor Ort waren Kräfte der Berufsfeuerwehr, die nebenberufliche Werkfeuerwehr der Universität, die Ortsfeuerwehr Geismar sowie die Feuerwehren Gieboldehausen, Rhumspringe, Waake und Beienrode mit Spezialpumpen. Sogar von der Berufsfeuerwehr Hannover und von der Freiwilligen Feuerwehr Innenstadt aus Braunschweig wurden Einsatzkräfte nach Göttingen gerufen.

„Diese Feuerwehren verfügen über besonders leistungsstarke Spezialpumpen, die bis zu 8.000 Liter pro Minute pumpen können“, sagt Gloth. Und diese Leistung war auch nötig. Eine Fläche von 400 Kubikmetern stand voller Wasser.

„Am Anfang haben wir 11.000 Liter pro Minute herausgepumpt, mit den kräftigen Spezialpumpen aus Hannover und Braunschweig zusammen dann 20.000 Liter pro Minute“, sagt Frank Gloth.

Patienten nicht gefährdet

Auch das Technische Hilfswerk (THW) war mit einem Großaufgebot an der Einsatzstelle. Vor Ort waren die Ortsverbände Göttingen, Gieboldehausen, Sarstedt und Braunschweig mit Stromaggregaten, Pumpen und Beleuchtungsgerät. Zusammen arbeiteten über 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Sicherheitsdienst und Technik daran, das Wasser abzupumpen. Auch der dreiköpfige Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen machte sich ein Bild von der Lage.

„Unsere Patienten waren zu keiner Zeit gefährdet“, betont der Pressesprecher der UMG, Stefan Weller. „Wir haben einen Krisenstab gebildet, um zu überprüfen, welches Gefährdungspotential vorhanden ist. Ein Problem könnten weitere heftige Regenfälle in der Nacht sein.“ Wichtig sei, so Weller, ein Überlaufen in die Klinikgebäude zu verhindern.

Noch gegen 1 Uhr in der Nacht waren die Kräfte damit beschäftigt, das Wasser abzupumpen. „Erst wenn das Wasser komplett abgepumpt ist, können wir nach der Ursachen suchen, weil wir erst dann an die defekten Pumpen kommen“, sagt Stefan Weller. Er lobt die schnelle Hilfe von allen Beteiligten.

Das Wasser wurde über mehrere lange Schlauchleitungen gezielt in Schmutzwasserkanäle geleitet, unter anderem in die Von-Siebold-Straße und die Robert-Koch-Straße. Ein Ende des Einsatzes war auch gegen 3 Uhr noch nicht abzusehen. (ysr)

ABS vom Hochwasser- zum Klinikumseinsatz

150 Helfer des Arbeiter Samariter Bundes (ASB) Göttingen-Stadt haben in der Nacht zu Freitag bei dem Großeinsatz im Universitätsklinikum die Einsatzkräfte der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks (THW) mit mit Kalt- und Heißgetränken sowie warmer Suppe versorgt.

Die ASB-Helfer standen auch für eine eventuelle Evakuierung von Patienten aus dem Bettenhaus bereit.

Der Einsatz ist schon der zweite in diesem Monat: Die Helfer des ASB-Ortsvberbandes Göttingen-Stadt waren gerade aus dem Landkreis Lüneburg und Hochwassereinsatzzurückgekehrt. (tko)